Projekttreffen
Deutschsprachige Lernumgebung Digital – Sprache und Kommunikation
Wir entwickeln eine digitale Lernumgebung für Lehr- und Fachkräfte zu Sprache und Kommunikation im inklusiven Unterricht. In kurzen Lernpaketen erfahren Sie, wie Sie Kinder mit Sprach- und Kommunikationsbeeinträchtigungen im Unterricht gut fördern. Die fertige Lernplattform wird kostenfrei zur Verfügung stehen.
Fast jedes zehnte Kind hat Schwierigkeiten mit Sprache und Kommunikation. Weil man es den Kindern nicht ansieht, bleibt das in der Schule oft unerkannt.
Quelle: S3-Leitlinie „Therapie von Sprachentwicklungsstörungen“ (2023)
Das Projekt in einfacher Sprache
Manche Kinder haben Probleme beim Sprechen oder Verstehen.
Sie brauchen in der Schule Hilfe.
Viele Lehrerinnen und Lehrer wissen darüber noch wenig.
Darum machen wir eine Lern-Seite im Internet.
Dort können Lehrerinnen und Lehrer lernen, wie sie diesen Kindern helfen.
Die Lern-Seite kostet nichts.
Wir sind 13 Schulen und Hochschulen aus 5 Ländern.
Die Europäische Union hilft mit Geld.
Für wen ist DeLeDi-SpuK?
Lehr- und Fachkräfte
Sie unterrichten in der Schule oder arbeiten in der frühen Bildung. Sie möchten mehr über Sprache und Kommunikation wissen, auch ohne sonderpädagogische Ausbildung. Für Sie entstehen die Lernpakete. Auch Studierende können sie nutzen.
Eltern und Angehörige
Ihr Kind hat Schwierigkeiten beim Sprechen, Verstehen oder Kommunizieren. Hier erfahren Sie, wie das Projekt Lehrkräfte darin stärkt, Ihr Kind im Unterricht gut zu unterstützen.
Partner, Förderer und Bildungsverwaltung
Sie möchten wissen, wer am Projekt beteiligt ist, wie es aufgebaut ist und was bisher passiert ist.
Fachwissen zur Sprache dorthin bringen, wo es fehlt
Im Unterricht läuft fast alles über Sprache. Für Kinder mit Sprach- und Kommunikationsbeeinträchtigungen wird so jede Stunde zu einer Hürde.
Bei vielen Kindern ist es eine Sprachentwicklungsstörung: Sie haben große Mühe, Sprache zu verstehen und selbst zu sprechen, obwohl sie gut hören und keine andere erkennbare Ursache vorliegt. Weil man ihnen das nicht ansieht, bleiben ihre Probleme in der Schule oft unerkannt.
Erklärungen, Gespräche, Texte und Fachbegriffe: Das betrifft das Lernen und auch den Kontakt mit anderen Kindern. Dazu kommt, dass in den Klassen immer mehr Kinder mit unterschiedlichen Sprachen und Voraussetzungen lernen. Viele Lehrkräfte haben in ihrer Ausbildung dazu nur Grundlagen kennengelernt.
DeLeDi-SpuK will sonderpädagogisches Wissen zu Sprache und Kommunikation in die inklusive Schule bringen. So können mehr Kinder gut am Unterricht teilhaben.
Quelle: S3-Leitlinie „Therapie von Sprachentwicklungsstörungen“ (2023), zitiert im Projektantrag. Etwa 6 bis 8 Prozent der Kinder im Vorschulalter haben eine Sprachentwicklungsstörung.
Was wir vorhaben
Weiterbilden
Wir entwickeln flexible Lernangebote zum Selbststudium. Lehr- und Fachkräfte lernen damit in ihrem eigenen Tempo.
Verzahnen
Die Inhalte entstehen in fünf Ländern gemeinsam. Hochschulen und Schulen bringen ihr Wissen und ihre Erfahrung aus dem Schulalltag ein.
Teilen
Zuerst entsteht ein Prototyp der Lernplattform. Lehrkräfte testen ihn, wir verbessern ihn. Die fertige Lernplattform steht danach allen kostenfrei zur Verfügung.
So wird die Lernplattform aussehen
Die Lernplattform ist für Lehrkräfte gedacht, die keine besondere Ausbildung zu Sprache und Kommunikation haben. Sie lernen, sprachliche Auffälligkeiten zu bemerken, Kinder gezielt zu beobachten, sprachliche Hürden im Unterricht zu erkennen und den Unterricht sprachsensibel zu gestalten.
Aufbau
Es gibt ein Basismodul und weiterführende Module. Für ein Modul planen wir etwa drei bis fünf Stunden. Insgesamt sind es rund 15 Stunden. Sie entscheiden selbst, wann und wo Sie lernen.
So lernen Sie
- Sie gehen von Fragen aus dem Schulalltag und echten Fallbeispielen aus.
- Videos zeigen typische Situationen im Unterricht.
- Mit Beobachtungsbögen schauen Sie genauer hin.
- Kurze Übungen und Selbsttests zeigen Ihnen, was Sie schon können.
- Am Ende jedes Moduls steht die Frage: Was kann ich in meinem Unterricht konkret tun?
Themen
Beim ersten Treffen in Heidelberg haben die Partner an sechs Themen gearbeitet:
- Mehrsprachigkeit
- Aussprache
- Wortschatz
- Grammatik
- Gesprächsverhalten (Pragmatik)
- Sprachverstehen
Welche Lernpakete daraus entstehen, berichten wir im Blog.
Die Lernplattform ist in Entwicklung. Einzelheiten können sich noch ändern.
Was uns wichtig ist
Leicht zugänglich
Die Weiterbildung ist niederschwellig. Sie brauchen kein Vorwissen und können dort anfangen, wo Sie gerade Unterstützung brauchen.
Antwort auf Vielfalt
In Schulen wächst die sprachliche Vielfalt, besonders in inklusiven Klassen und bei Kindern mit Migrationsgeschichte. Darauf gehen die Lernpakete ein.
Flexible Module
Die Lernpakete bauen aufeinander auf. Sie können sie allein nutzen oder als Schule, in der Ausbildung oder in der Fortbildung.
Sprache als Zugang
Sprache betrifft jedes Fach. Über dieses Thema finden Lehrkräfte einen Einstieg in die Sonder- und Heilpädagogik.
Gemeinsamer Standard
Wir berücksichtigen die Bildungssysteme aller beteiligten Länder. Ziel ist ein gemeinsamer Standard. Wer die Module abschließt, soll das je nach Land anerkennen lassen können, zum Beispiel über Microcredentials.
Aus der Praxis für die Praxis
Hochschulen und Schulen entwickeln die Inhalte gemeinsam. Lehrkräfte bringen ihre Fragen aus dem Unterricht ein und testen die Lernpakete.
So entsteht die Lernplattform
Das Projekt hat vier Arbeitspakete. Sie greifen ineinander und laufen bis November 2028.
1
Projektmanagement
Wir koordinieren die Zusammenarbeit, bereiten die gemeinsamen Treffen vor, binden die Partnerschulen ein und dokumentieren die Ergebnisse.
2
Konzeptentwicklung
Wir legen die inhaltliche und technische Grundlage. Es entstehen sechs bis acht Lernpakete, die didaktisch aufbereitet und als Online-Prototyp umgesetzt werden.
3
Erprobung und Weiterentwicklung
Lehrkräfte aus Regelschulen testen den Prototyp. Wir befragen dafür 30 Lehrkräfte mit Fragebögen und führen 10 Interviews. Danach passen wir die Lernumgebung an.
4
Verbreitung
Wir stellen die Lernplattform auf Veranstaltungen und in Vorträgen vor. Sie soll in Schulen, Lehrkräfteakademien und Studiengängen genutzt werden.
Zeitplan
- Dezember 2025Projektstart
- Februar 2026Erstes Treffen in Heidelberg, Grundkonzept der Lernplattform
- Herbst 2026Zweites Treffen Hier stehen wir
- 2026 und 2027Technische Umsetzung durch das Berufsbildungswerk Leipzig
- ab Dezember 2026Erprobung mit Lehrkräften
- November 2027Drittes Treffen
- 2028Vorstellung in den Ländern, Abschlusstreffen in der Schweiz
- November 2028Projektende. Die Lernplattform bleibt danach verfügbar.
Wie alles begann
DeLeDi-SpuK baut auf dem Erasmus+-Projekt TeTeTi auf (2022 bis 2025). Darin haben Partner aus fünf Ländern Schulen besucht und Lehrkräfte befragt. Ein Ergebnis: Viele Lehrkräfte wünschen sich Weiterbildung zu Sprache und Kommunikation, die online, kurz und leicht zugänglich ist.
13 Partner aus fünf Ländern
Hochschulen, ein Seminar und Schulen arbeiten in DeLeDi-SpuK zusammen. Die Pädagogische Hochschule Heidelberg koordiniert das Projekt. Die Hochschulen entwickeln die Inhalte, die Schulen bringen ihre Erfahrung aus dem Unterricht ein und erproben die Lernpakete. Das Berufsbildungswerk Leipzig setzt die Lernplattform technisch um und stellt sie auch nach Projektende bereit. Die Partner in der Schweiz sind assoziiert und werden von Movetia gefördert.
Deutschland
- Pädagogische Hochschule Heidelberg Koordination
- Seminar für Ausbildung und Fortbildung der Lehrkräfte Heidelberg
- Universität Regensburg
- Berufsbildungswerk Leipzig für Hör- und Sprachgeschädigte
- SBBZ Hören/Sprache Heidelberg/Neckargemünd
Ostbelgien
- Autonome Hochschule Ostbelgien
- Gemeindeschule Raeren
Österreich
- Kirchliche Pädagogische Hochschule Wien/Niederösterreich
- Wiener Sprachheilschule
Luxemburg
- Centre de Logopédie
- Millermoaler Schull Echternach
Schweiz
- Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik Zürich
- Schule Opfikon Zürich
Aus dem Projekt
Hier berichten wir über Treffen, Zwischenstände und Einblicke in die Lernpakete.
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Weitere Beiträge sind in Arbeit
Schauen Sie bald wieder vorbei. Fragen zum Projekt beantworten wir gern.
Kontakt aufnehmen
Fragen und Antworten
Für wen sind die Lernpakete gedacht?
Für alle, die in der Schule oder in der frühen Bildung unterrichten, zum Beispiel Lehrkräfte an Regelschulen oder Elementarpädagoginnen und -pädagogen. Auch Studierende können sie nutzen. Vorwissen in Sonderpädagogik brauchen Sie nicht. Die Inhalte drehen sich um Kinder im Schulalter, etwa ab fünf oder sechs Jahren.
Was kostet die Lernplattform?
Nichts. Die fertige Lernplattform steht kostenfrei und offen zur Verfügung.
Wann kann ich die Lernpakete nutzen?
Zurzeit entwickeln wir die Lernpakete. Danach testen Lehrkräfte einen Prototyp. Wann die Plattform startet, kündigen wir hier auf der Website an.
Wie viel Zeit muss ich einplanen?
Für ein Modul planen wir etwa drei bis fünf Stunden. Alle Module zusammen dauern rund 15 Stunden. Sie können einzelne Module auswählen und in Ihrem eigenen Tempo lernen.
Was ist eine Sprachentwicklungsstörung?
Kinder mit einer Sprachentwicklungsstörung haben große Mühe, Sprache zu verstehen und zu sprechen. Sie hören gut, und es gibt keine andere erkennbare Ursache. Etwa 6 bis 8 Prozent der Kinder im Vorschulalter sind betroffen. Auch Kinder mit einer Hörbeeinträchtigung oder anderen Beeinträchtigungen haben oft ähnliche Schwierigkeiten mit Sprache.
Bekomme ich ein Zertifikat?
Das ist geplant. Wer Module abschließt und das Gelernte im Unterricht anwendet, soll das je nach Land anerkennen lassen können, zum Beispiel über Microcredentials. Microcredentials sind kleine, anerkannte Nachweise für kurze Weiterbildungen. Wie das in den einzelnen Ländern aussieht, steht noch nicht fest.
Wer steht hinter dem Projekt?
13 Hochschulen, Seminare und Schulen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Ostbelgien und Luxemburg. Die Pädagogische Hochschule Heidelberg koordiniert das Projekt. DeLeDi-SpuK wird von der Europäischen Union im Programm Erasmus+ kofinanziert, die Partner in der Schweiz werden von Movetia gefördert.
Was passiert nach dem Projektende?
Die Lernplattform bleibt verfügbar. Das Berufsbildungswerk Leipzig stellt sie bereit, die beteiligten Hochschulen kümmern sich um Aktualisierungen.
Wie bleibe ich auf dem Laufenden?
Neuigkeiten finden Sie hier auf der Website im Bereich „Aus dem Projekt“. Wenn Sie Fragen haben, schreiben Sie uns gern über das Kontaktformular.
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Sie haben eine Frage zum Projekt oder möchten mit uns zusammenarbeiten? Schreiben Sie uns über das Formular.